Formeln
Beispiel: 1.190 € × 2 ÷ 100 = 23,80 €
Beispiel: 1.190 € × 0,98 = 1.166,20 €
Skonto berechnen ist eine ganz normale Prozentwert-Rechnung: Der Rechnungsbetrag ist der Grundwert, der Skontosatz der Prozentsatz. Den Zahlbetrag erhältst du wie bei jedem Prozentabzug.
Was ist Skonto?
Skonto ist ein Preisnachlass für schnelles Bezahlen. Auf Rechnungen steht es meist so: „Zahlbar innerhalb von 10 Tagen mit 2 % Skonto, innerhalb von 30 Tagen netto.“ Überweist du in den ersten 10 Tagen, darfst du 2 % abziehen. Danach zahlst du den vollen Betrag. Üblich sind 2 % oder 3 % Skonto.
Anders als ein Rabatt, der beim Kauf sofort gilt, hängt Skonto also vom Zeitpunkt der Zahlung ab. Beides zählt zu den Preisnachlässen.
Bedeutung des Wortes Skonto
Das Wort Skonto kommt vom italienischen sconto für „Abzug“. Die Mehrzahl lautet Skonti oder Skontos. Gemeint ist immer ein Abzug vom Rechnungsbetrag für schnelle Zahlung. Mit diesem Skonto-Rechner online rechnest du den Abzug in Sekunden aus.
Skontofrist und Datum berechnen
Die Skontofrist beginnt meist mit dem Rechnungsdatum. Steht auf einer Rechnung vom 1. März „10 Tage 2 % Skonto“, muss die Zahlung bis zum 11. März erfolgen. Maßgeblich ist, was auf der Rechnung oder im Vertrag steht, zum Beispiel Rechnungsdatum oder Wareneingang.
Skonto abziehen in drei Schritten
- Skontobetrag berechnen. 1.190 € × 2 ÷ 100 = 23,80 €.
- Vom Rechnungsbetrag abziehen. 1.190 € − 23,80 € = 1.166,20 €.
- Frist prüfen. Das Geld muss innerhalb der Skontofrist beim Empfänger sein oder überwiesen werden, je nach Vereinbarung.
Tabelle: 2 % und 3 % Skonto
| Rechnungsbetrag | 2 % Skonto | 3 % Skonto | Zahlbetrag bei 2 % | Zahlbetrag bei 3 % |
|---|---|---|---|---|
| 100,00 € | 2,00 € | 3,00 € | 98,00 € | 97,00 € |
| 250,00 € | 5,00 € | 7,50 € | 245,00 € | 242,50 € |
| 500,00 € | 10,00 € | 15,00 € | 490,00 € | 485,00 € |
| 1.000,00 € | 20,00 € | 30,00 € | 980,00 € | 970,00 € |
| 1.190,00 € | 23,80 € | 35,70 € | 1.166,20 € | 1.154,30 € |
| 2.500,00 € | 50,00 € | 75,00 € | 2.450,00 € | 2.425,00 € |
| 5.000,00 € | 100,00 € | 150,00 € | 4.900,00 € | 4.850,00 € |
| 10.000,00 € | 200,00 € | 300,00 € | 9.800,00 € | 9.700,00 € |
Skonto mit Umsatzsteuer: brutto oder netto?
Du ziehst das Skonto einfach vom Rechnungsbetrag ab, also vom Bruttobetrag inklusive Umsatzsteuer. Das Skonto enthält dann automatisch einen Anteil Umsatzsteuer. Bei einer Rechnung über 1.190,00 € brutto (1.000 € netto plus 19 % Umsatzsteuer) und 2 % Skonto gilt:
| Rechnung | Skonto 2 % | Nach Skonto | |
|---|---|---|---|
| Netto | 1.000,00 € | 20,00 € | 980,00 € |
| Umsatzsteuer 19 % | 190,00 € | 3,80 € | 186,20 € |
| Brutto | 1.190,00 € | 23,80 € | 1.166,20 € |
Weil sich das Entgelt nachträglich verringert, berichtigen Verkäufer und Käufer die Umsatzsteuer beziehungsweise die Vorsteuer um den Anteil im Skonto (§ 17 UStG). Den Steueranteil in einem Bruttobetrag rechnest du mit dem MwSt-Rechner heraus.
Effektiver Jahreszins beim Skonto: Warum sich Skonto fast immer lohnt
Verzichtest du auf das Skonto, bekommst du im Gegenzug nur ein paar Tage mehr Zeit zum Zahlen. Rechnet man diesen Aufschub auf ein Jahr hoch, ergibt sich ein sehr hoher Zinssatz:
Kaufmännisch mit 360 Tagen pro Jahr
| Zahlungsbedingung | Tage Aufschub | Jahreszins |
|---|---|---|
| 1 % Skonto bei 10 Tagen, netto 30 Tage | 20 | 18,18 % |
| 2 % Skonto bei 10 Tagen, netto 30 Tage | 20 | 36,73 % |
| 2 % Skonto bei 14 Tagen, netto 30 Tage | 16 | 45,92 % |
| 3 % Skonto bei 10 Tagen, netto 30 Tage | 20 | 55,67 % |
| 3 % Skonto bei 14 Tagen, netto 60 Tage | 46 | 24,2 % |
Skonto in Österreich und der Schweiz
Skonto wird in Österreich und der Schweiz genauso berechnet wie in Deutschland. Der Rechner funktioniert deshalb auch für Beträge in CHF: 2 % Skonto auf 1.500 CHF sind 30 CHF. Unterschiedlich ist nur die Umsatzsteuer im Rechnungsbetrag, in Österreich 20 %, in der Schweiz 8,1 % Mehrwertsteuer.
Skonto rückwärts rechnen (umgekehrt)
Kennst du nur den Zahlbetrag nach Skonto, teilst du durch (1 − Skontosatz ÷ 100). Wurden nach 2 % Skonto 1.166,20 € überwiesen, lautete die Rechnung über 1.166,20 € ÷ 0,98 = 1.190 €. Das ist eine Grundwert-Rechnung mit vermindertem Grundwert.
Häufige Fragen
Wie berechnet man Skonto?
Multipliziere den Rechnungsbetrag mit dem Skontosatz und teile durch 100. Bei 2 % Skonto auf 1.190 € sind das 1.190 × 2 ÷ 100 = 23,80 €. Du überweist dann 1.190 € − 23,80 € = 1.166,20 €.
Wird Skonto vom Brutto- oder vom Nettobetrag abgezogen?
In der Praxis ziehst du das Skonto vom Bruttobetrag ab, also vom Rechnungsbetrag inklusive Umsatzsteuer. Das Ergebnis ist dasselbe: 2 % vom Brutto entsprechen 2 % vom Netto plus 2 % der Umsatzsteuer. Buchhalterisch wird die Umsatzsteuer anschließend anteilig berichtigt.
Was bedeutet „2 % Skonto innerhalb von 10 Tagen, netto 30 Tage“?
Zahlst du innerhalb von 10 Tagen, darfst du 2 % vom Rechnungsbetrag abziehen. Zahlst du später, ist der volle Betrag spätestens nach 30 Tagen fällig. „Netto“ bedeutet hier „ohne Abzug“, nicht „ohne Umsatzsteuer“.
Lohnt es sich, Skonto zu nutzen?
Fast immer. Wer 2 % Skonto bei 10 Tagen Frist und 30 Tagen Zahlungsziel verschenkt, zahlt für 20 Tage Aufschub umgerechnet rund 36,7 % Zinsen pro Jahr. Selbst ein Kredit oder der Dispo ist meist günstiger.
Was ist der Unterschied zwischen Skonto und Rabatt?
Einen Rabatt bekommst du unabhängig vom Zahlungszeitpunkt, zum Beispiel als Mengenrabatt. Skonto gibt es nur, wenn du innerhalb einer bestimmten Frist bezahlst. Beide sind Formen des Preisnachlasses.
Quellen und weiterführende Links
- Skonto (Wikipedia) Preisnachlass bei Zahlung innerhalb einer Frist, zum Beispiel 2 % in 14 Tagen.
- Preisnachlass (Wikipedia) Überbegriff für Rabatt, Bonus und Skonto.
- § 17 UStG: Änderung der Bemessungsgrundlage (gesetze-im-internet.de) Berichtigung der Umsatzsteuer, wenn sich das Entgelt nachträglich ändert, etwa durch Skonto.